27.01.2012 - Indien - Qutb Minar und Humayun-Mausoleum  
     
  Kate & Co hatten fuer das chinesische Neujahr eine 10-taegige Reise nach Indien und Bangladesh geplant, und Frank hat sich da einfach eingeladen. Nach mehr als 7 Jahren China ohne nennenswerte Besuche in Nachbarlaendern war das die perfekte Gelegenheit, zwei weisse Flecke durch bunte Farben und eine Menge intensiver Eindruecke zu ersetzen.

Hier ein Reisebericht mit ausserordentlich vielen Bildern, die dennoch nicht vermoegen, diese beiden Laender, die dort lebenden Menschen, deren Kulturen und Lebensweises adequat zu beschreiben.

Klare Empfehlung: Indien und Bangladesh muss man erlebt haben!
 
 
Erster Tag in Delhi: morgens um 7:30 Uhr
Wow! Wir sind am Connaught Place mitten im Zentrum von Delhi. Das ist hier nicht etwa die schlimmste Stelle, sondern der Anblick, den man - hier aus dem Hotel Bright kommend - ueberall zu Gesicht bekommt. Die Luft ist so dick, dass man es kaum zu atmen wagt; die Wege bestehen nur aus Dreck, und somit wirbelt jeder Schritt und Tritt eine Menge Staub auf; ueberall liegen Abfaelle herum. Kann also nur besser werden, oder?
Sonnenaufgang am Block M
Connaught Place ist in Segmente aufgeteilt, die in konzentrischen Kreisen um einen Park (spaeter mehr zu diesem Thema) angeordnet sind. Hier sieht man die Ecke von Block M (zweite Reihe). Auch hier halb angefangene, unzureichend abgesicherte Baustellen, die aber eher an Muellhalden erinnern. Hauptstadtflair!
Durchgang zum Hotel Bright
Das Hotel Bright liegt aeusserst zentral direkt am Connaught Place im Zentrum Delhis. Leider hat der Betreiber des Hotels es nicht geschafft, die gesamte Etage anzumieten, und somit duerfen die Gaeste auf dem Weg in das Hotel diesen wunderschoen gestalteten Raum durchschreiten. Aber, einfallsreich sind sie ja, die Inder: man macht einfach darauf aufmerksam, dass dieser Raum einem Anderen gehoert, und damit ist das natuerlich auch nicht mehr das Problem des Hotels. Das kann ja heiter werden ;-)
Yaya geniesst das spaerliche Fruehstueck
Teebeuteltee und insgesamt wenig appetitliches und wenig einfallsreiches Fruehstueck gab es jeden Tag mangels Platz in der Kueche des Hotels.
Nick hat fertig
Einer der vielen Gemuesemaerkte in Delhi
Wie in Shanghai werden auch hier die Lebensmittel auf dem Boden gelagert, aussortiert und gehandelt.
Keine-Ahnung-Frucht
Nutella!!!
Altar links, Werbung fuer Schneiderei rechts
Alles noch auf dem Gemuesemarkt ;-)
Bauarbeiter auf dem Dach eines Gebaeudes im Gemuesemarkt
Ausgang Gemuesemarkt
Qutb Minar
Dieses wunderschoene, im Jahre 1193 vom ersten muslimischen Herrscher ueber Delhi begonnene Minarett aus rotem Sandstein ist mit 72.5 Metern Hoehe das groesste seiner Art in Indien. Qutb Minar gehoert seit 1993 zum Weltkulturerbe. Mehr Informationen gibt es auf Klick bei Wikipedia (auf Englisch).
Griechisch anmutende Struktur auf dem Qutb-Komplex
Das Fuenf-Streifen-Palmen-Eichhoernchen
Fuer Fachleute hier die korrekte Bezeichnung: Funambulus pennantii.
In Sandstein geschabte Details
Die filigranen und akurat ausgearbeiteten Details erinnern eher an Holzschnitzereien als an die Arbeit eines Steinmetzen.
Die Eiserne Saeule von Delhi
Laut Wikipedia ist diese Saeule eines der weltweit ersten Monumente aus metallurgischem Material. Sie wurde zirka im 4. Jahrhundert der heutigen Zeitrechnung angefertigt, ist ueber 7 Meter hoch und besteht zu mehr als 98% aus Schmiedeeisen. Hut ab!
Gruppe von Schuelern
Kate zeichnet mit ...
Yaya und das Qutb Minarett
Nick in Pose ...
Unfertiges Alai Minarett
Ein Herr namens Alauddin Khilji hatte offensichtlich vor, das Qutb Minarett durch ein neues, direkt gegenueber vom Qutb Minarett zu erbauendes Bauwerk um das Doppelte ueberragen zu lassen. Allerdings haben sich diese Ambitionen nie erfuellt. Am angefangenen Kern des Minarettes kann man jedoch sehr schoen sehen, dass "Fassade" auch damals bereits ein Begriff war: auch das Qutb Minarett sieht im Kern so aus - der rote Sandstein wurde also von Aussen angebracht.
Welches Material auf welcher Infrastruktur ist das?
Das Humayun-Mausoleum
Der zweite Herrscher des Grossmogulreiches von Indien, Nasiruddin Muhammad Humayun, liegt hier begraben. Das Mausoleum wurde um 1560 begonnen, gehoert also zur Mogul-Architektur; die Bauzeit betrug etwa 8 Jahre. Mehr Informationen gibt es auf Klick bei Wikipedia.
Bauarbeiten am Mausoleum
Wie bereits angesprochen ist Delhi eine einzige grosse, nicht wirklich effektiv vorankommende Baustelle. So kann man auch hier Arbeiter eher dabei beobachten, wie sie sich am Baugeruest festhalten anstatt das zum Weltkulturerbe gehoerende Bauwerk zu restaurieren. Schade eigentlich, denn es sind UNESCO-Gelder, die an diesem und anderen Bauwerken eigentlich dazu verwendet werden sollen, Bauwerke fuer die Welt zu erhalten.

Wer sich naeher mit den kulturellen Gruenden von Ineffizienz und Korruption in Indien beschaeftigen moechte, dem sei das Buch "The White Tiger" von Aravind Adiga waermstens empfohlen.